Generated by Rank Math SEO, this is an llms.txt file designed to help LLMs better understand and index this website. # Stiftung Preußischer Kulturbesitz und Bayerische Staatsgemäldesammlungen ## Sitemaps [XML Sitemap](https://kunst-raub-rueckgabe.de/sitemap_index.xml): Includes all crawlable and indexable pages. ## Lebensgeschichten - [Der Telefonkönig](https://kunst-raub-rueckgabe.de/biografie/harry-fuld/): Frankfurt am Main, unweit des Hauptbahnhofs. Eine kleine Seitenstraße in einem Neubaugebiet trägt den Namen Harry Fuld. So unscheinbar der Ort zunächst wirkt: Hinter dem Straßennamen verbirgt sich ein Unternehmer, der bahnbrechend für die Verbreitung von Telefonen in Deutschland war – „einer der Pioniere auf dem Markt der Telekommunikation“. - [Eine unvergleichbare Sammlung](https://kunst-raub-rueckgabe.de/biografie/familie-von-klemperer/): Privatbesitz Familie von Klemperer - [Das weltgewandte Ehepaar](https://kunst-raub-rueckgabe.de/biografie/julius-wollf-und-johanna-wollf/): Julius Ferdinand und Johanna Sophie Wollf waren 25 Jahre lang Teil der Kulturlandschaft Dresdens. Mit der ‚Machtübernahme‛ der Nationalsozialisten wurden sie zunehmend verdrängt. Heute gibt es kaum noch Spuren von dem Ehepaar in ihrer Wahlheimat Dresden. - [Faszination Afrika](https://kunst-raub-rueckgabe.de/biografie/marianne-schmidl/): Zunächst beginnt sie jedoch ein Mathematikstudium. Und in die Wiege gelegt wird Marianne Schmidl die Leidenschaft für Volkskunde auch nicht. - [Impressionisten im Pariser Stadtpalais](https://kunst-raub-rueckgabe.de/biografie/dorville/): Auch das Gemälde mit dem Dorfplatz hängt in dieser Ausstellung. Es ist eine Leihgabe von Armand Dorville, der eine große Kunstsammlung französischer Impressionisten zusammengetragen hat. - [Eine Ikone der Familie](https://kunst-raub-rueckgabe.de/biografie/glanville/): Family of Elisabeth Glanville - [Förderer der kanadischen Kunst](https://kunst-raub-rueckgabe.de/biografie/stern/): Max Stern wächst behütet auf. Mit den älteren Schwestern Hedi und Gerda, in einem Haus voller Kunst, in dem Verwandte und Freund:innen ein und aus gehen. Sein Vater, Julius Stern, hat eigentlich im Textilhandel begonnen, dann aber auf Kunsthandel umgesattelt. - [Der kunstsinnige Bankchef](https://kunst-raub-rueckgabe.de/biografie/jakob-goldschmidt/): Jakob Goldschmidt wird am 31. Dezember 1882 in eine niedersächsische Kaufmannsfamilie geboren. Beide Eltern, Markus Feist Goldschmidt (1851−1928) und Helene Goldschmidt, geb. Bachrach (geb. 1850) sind jüdisch. Jakob Goldschmidt hat noch sechs Geschwister: Karl, Julius, Louis, Paul, Ella und Hedwig. Alle sieben Goldschmidt-Kinder kommen in der Kleinstadt Eldagsen, zwischen Hameln und Hannover, zur Welt. - [Im Mittelpunkt des Berliner Geisteslebens](https://kunst-raub-rueckgabe.de/biografie/curt-glaser/): Curt Glaser wird am 29. Mai 1879 als Sohn des jüdischen Kaufmanns Simon Glaser in Leipzig geboren. Als er sieben Jahre alt ist, zieht er mit seinen Eltern und seinem jüngeren Bruder Paul nach Berlin. Dort geht er zur Schule, dort macht er Abitur, dort startet er seine Karriere als Kunsthistoriker. Berlin wird sein Lebensmittelpunkt. - [Kunst und Knöpfe](https://kunst-raub-rueckgabe.de/biografie/waldes/): Rasch expandiert die Firma Waldes in die USA, in die Schweiz, nach Österreich, Frankreich, England, Spanien und Polen und nach Deutschland, wo Sigmund Waldes, der jüngere Bruder des Firmengründers und vierter Gesellschafter, 1904 die Niederlassung in Dresden gründet. Auch hier entsteht ein stattliches Fabrikgebäude. - [Eine legendäre Kunstsammlung](https://kunst-raub-rueckgabe.de/biografie/rothschild/): Die Rothschilds. Von der Frankfurter Judengasse, wo der Begründer der Dynastie, Mayer Amschel Rothschild (1744-1812) ein kleines Geschäft betreibt, in die höchsten Höhen der internationalen gesellschaftlichen Elite legt die Familie innerhalb kürzester Zeit einen schwindelerregenden Aufstieg hin, der für Aufsehen, Legendenbildungen und Neid sorgt. - [Der weltgewandte Antiquar](https://kunst-raub-rueckgabe.de/biografie/rosenthal/): Um die Jahrhundertwende ist München ein Zentrum des europäischen Kunst- und Antiquitätenhandels. Die meisten Geschäfte befinden sich in der Gegend zwischen Odeons-, Lenbach- und Karolinenplatz, in prächtigen Gebäuden, die an Museen oder Paläste erinnern. Hier, in der „Antiquariatsmeile“, baut auch Jacques Rosenthal ein repräsentatives Wohn- und Geschäftshaus. . In der Brienner Straße 47 (heute: 26), gegenüber von dem Kunsthaus von Julius Böhler, mit dem Rosenthal kollegial befreundet ist. - [Expressionismus im Berliner Westend](https://kunst-raub-rueckgabe.de/biografie/thea-und-eugen-buchthal/): Die Buchthals sind mutig. Sie holen die Avantgarde ins Berliner Westend und lassen sich nichts weniger als ein „Manifest des Expressionismus“ als Familienwohnsitz und Haus für ihre moderne Kunst bauen. Es ist heute eines der wenigen Überbleibsel, die noch vom Leben des jüdischen Ehepaars in Berlin erzählen. - [In der Hölle von Saint-Cyprien](https://kunst-raub-rueckgabe.de/biografie/george-behrens/): George Behrens wird 1881 in Hamburg geboren und wächst von Kunst umgeben auf. Sein Großvater, Eduard Ludwig Behrens, ein erfolgreicher Hamburger Bankier, hat mit dem Sammeln begonnen. Seine Leidenschaft gilt der französischen Kunst, vor allem der damals noch unbekannten Künstlergruppe der Schule von Barbizon. Die kehrt der akademischen Maltradition den Rücken, malt unter freiem Himmel und bereitet damit den Weg für den Impressionismus. Gemälde von Delacroix, Corot und Daubigny befinden sich in der Hamburger Sammlung, zeitgenössische französische Künstler, die Eduard Ludwig Behrens mit Geschmack und Weitsicht ankauft. - [Ein Exzentriker aus gutem Hause](https://kunst-raub-rueckgabe.de/biografie/bleichroeder/): Eine knappe Stunde von München entfernt kann man noch heute das Schloss Hirschberg am Haarsee bestaunen. Malerisch schön thront es seit 1909 in der idyllischen Natur. „Das Schloß ist ein Prachtbau und bildet eine Zierde der ganzen Gegend“ schwärmt das Weilheimer Tageblatt kurz nach der Fertigstellung. In seiner turbulenten Geschichte war es so manchem Adeligen ein willkommener Wohn- und Rückzugsort fernab dem Trubel der Stadt. So auch dem Kunstsammler und Mäzen James von Bleichröder. - [Mitbegründer der Sezession](https://kunst-raub-rueckgabe.de/biografie/block/): Es gehörte einst dem Maler Josef Block. - [Ein Feuerwerk der Avantgarde](https://kunst-raub-rueckgabe.de/biografie/hess/): Erfurt ist eine ganz besondere Stadt. Als großer Industriestandort leidet sie in der Zeit der Weimarer Republik unter der weltweiten Wirtschaftskrise und den politischen Unruhen. Doch gleichzeitig ist Erfurt, in engem Austausch mit dem nahegelegenen Bauhaus. Es entwickelt sich zu einem Zentrum des Expressionismus. Und das hat viel mit den Eltern von Hans, Alfred und Tekla Hess zu tun. - [Flucht nach Australien](https://kunst-raub-rueckgabe.de/biografie/kien/): Auch für Julius Kien ändert sich das Leben schlagartig. Bis jetzt ging es in seinem Leben nur bergauf. 1868 in der mährischen Provinz geboren, zieht die Familie Kien – Vater Josef, Mutter Minna und sechs Kinder – gegen Ende des Jahrhunderts nach Wien. Josef ist Bauunternehmer und kann es sich leisten, seine Kinder auf die Universität gehen zu lassen. Sohn Stefan beispielsweise studiert Medizin, er wird Medizinalrat und Chefarzt der Bundespolizeidirektion in Wien. - [Gezielter Kunstraub](https://kunst-raub-rueckgabe.de/biografie/davidsohn/): Bayerisches Hauptstaatsarchiv 🔍 Über das Bild mit der Maus fahren, um zu vergrößern - [Die Fotografin](https://kunst-raub-rueckgabe.de/biografie/aenne-biermann/): Angestoßen wird dieser Prozess durch das Fotografieren von Gesteinen. Ein befreundeter Geologe, Rudolf Hundt, bittet sie, Gesteinsproben abzulichten. „Durch diese Aufgabe wurde ich zu einer genaueren Beschäftigung mit den technischen Vorbedingungen hochwertiger Bilder gezwungen,“ erinnert sich Aenne Biermann. - [Ein optimistischer Konsul und seine Nazarener](https://kunst-raub-rueckgabe.de/biografie/carl-heumann/): Fast jedes Blatt bekommt einen Stempel. Carl Heumann kennzeichnet neu erworbene Werke als Teil seiner Sammlung. Er beschäftigt sich intensiv mit seiner Kunst, führt sorgfältig Katalog und ist immer auf der Suche nach neuen Errungenschaften. - [In den Tod getrieben](https://kunst-raub-rueckgabe.de/biografie/friedmann/): „Als ich einen Brief von Generaldirektor Maaz bekommen habe, war ich überwältigt und auf einer Achterbahn von Gefühlen - gleichzeitig konnte ich es nicht glauben und war überglücklich und traurig zugleich.“ So beschreibt Miriam Friedmann ihre Gefühle, als sie erfuhr, dass sie ein Gemälde zurückerhalten wird, das einst ihren Großeltern, Selma und Ludwig Friedmann gehört hatte. - [Der sorgenfreie Fabrikant](https://kunst-raub-rueckgabe.de/biografie/friedrich-guttsmann/): sagt sie. Es ist auch die Geschichte ihres Großvaters Friedrich Guttsmann, dem das Bild einst gehörte. - [Der Pressezar bittet ins „Mosseum“](https://kunst-raub-rueckgabe.de/biografie/rudolf-mosse/): Der Zeitungsverleger Rudolf Mosse und seine Frau Emilie lassen das prächtige Gebäude in den 1880er Jahren erbauen – um darin zu wohnen, aber auch, um ihre ständig wachsende Kunstsammlung unterzubringen. - [Verliebt in Toledo](https://kunst-raub-rueckgabe.de/biografie/mayer/): Vom unbezahlten Mitarbeiter steigt August Liebmann Mayer rasch zum geachteten Experten auf. - [Im Salon von Untergrainau](https://kunst-raub-rueckgabe.de/biografie/berolzheimer/): 1891 legt Michael Berolzheimer das Staatsexamen ab. Im Jahr darauf erlangt er mit 26 Jahren den Doktortitel. Er eröffnet eine eigene Kanzlei im Herzen Münchens. 1913 verleiht ihm der Prinzregent von Bayern, der spätere König Ludwig III., den Ehrentitel Hofrat. - [Jetzt stillsitzen, Jakob Nussbaum kommt!](https://kunst-raub-rueckgabe.de/biografie/familie-flersheim/): Historisches Museum Frankfurt am Main / Horst Ziegenfusz ## Glossar - [Reichsfluchtsteuer](https://kunst-raub-rueckgabe.de/glossar/reichsfluchtsteuer/): Wer seinen Wohnsitz vom Deutschen Reich ins Ausland verlegte, musste ab 1931 Reichsfluchtsteuer zahlen. 25%, also ein Viertel des Vermögens, waren abzugeben. Anfangs sollten mit dieser Sondersteuer wohlhabende Bürger:innen davon abgeschreckt werden, Geld und Wohnsitz ins Ausland zu verlagern, weil sie sonst in Deutschland keine Steuern mehr gezahlt hätten. - [Heinrich Himmler](https://kunst-raub-rueckgabe.de/glossar/heinrich-himmler/): Heinrich Himmler (1900-1945) gilt als der nach Hitler zweitmächtigste Mann im Nationalsozialismus. Er war Reichsführer der SS und beherrschte als Chef der deutschen Polizei den Verfolgungsapparat des NS-Staates. Während des Zweiten Weltkriegs war er Innenminister. Er war der ranghöchste NS-Funktionär, der für die "Endlösung", den Plan zur Ermordung der Jüdinnen und Juden Europas verantwortlich war. - [Führermuseum](https://kunst-raub-rueckgabe.de/glossar/fuehrermuseum/): Adolf Hitler plante, in Linz an der Donau ein prestigeträchtiges Kunstmuseum zu realisieren. Dafür gründete er im Juni 1939 den Sonderauftrag Linz. Diese Organisation hatte den Auftrag, Kunstwerke für das geplante Führermuseum durch Beschlagnahmung und Ankauf in ganz Europa zusammenzutragen. Zum Sonderbeauftragten ernannte er Dr. Hans Posse, den Direktor der Dresdener Gemäldegalerie. - [Lost Art-Datenbank](https://kunst-raub-rueckgabe.de/glossar/lost-art-datenbank/): Lost Art-Datenbank des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste - [Kindertransport](https://kunst-raub-rueckgabe.de/glossar/kindertransport-2/): Nach dem Novemberpogrom 1938 beschloss das britische Parlament, jüdische Kinder unter 17 Jahren nach Großbritannien einreisen zu lassen. Ihr Unterhalt musste jedoch durch Bürgschaften gesichert sein. Zahlreiche Einzelpersonen oder Gemeinden übernahmen die Verantwortung. Die Aktion wurde als ‚Kindertransport‘ bezeichnet. Etwa 10.000 unbegleitete Kinder konnten zwischen Dezember 1938 und September 1939 nach Großbritannien emigrieren. Viele von ihnen sahen ihre Eltern nie wieder. - [Judenhaus](https://kunst-raub-rueckgabe.de/glossar/judenhaus/): ‚Judenhaus‘ ist ein Begriff aus der NS- Verwaltungssprache. Er bezeichnet Wohnhäuser, in die Jüdinnen und Juden zwangsweise verbracht wurden, um Wohnraum für die ‚arische‘ Bevölkerung freizumachen. Sie mussten dort in beengten und unhygienischen Verhältnissen wohnen. Oft war dies die letzte Wohnstätte vor der Deportation. - [‚Rassenhygiene‘ und ‚Rassenpflege‘](https://kunst-raub-rueckgabe.de/glossar/rassenhygiene/): Die Nationalsozialisten verfolgten eine Rassenpolitik, die die Menschheit in höher- und minderwertige Rassen einteilte. Das deutsche Volk gehörte dem zufolge zu der überlegenen ‚arischen Rasse‘, deren Reinheit zu erhalten sei. Dafür bediente man sich der pseudowissenschaftlichen ‚Rassenhygiene‘, die zwar nicht von den Nationalsozialisten erfunden, aber von diesen mit mörderischen Maßnahmen umgesetzt wurde. Insbesondere Juden und Menschen mit Behinderung stellten in der Weltanschauung der Nationalsozialisten eine Bedrohung und ‚Verunreinigung‘ der arischen Rasse dar und sollten deshalb in letzter Konsequenz vernichtet werden. - [Ariernachweis](https://kunst-raub-rueckgabe.de/glossar/ariernachweis/): Die Nationalsozialisten erließen ab 1933 zunehmend Berufsverbote und andere diskriminierende Gesetze für ‚Nichtarier‘. Als ‚nichtarisch‘ galt, wer einen jüdischen Eltern- oder Großelternteil besaß. Die ‚rein arische Abstammung‘ war mit dem sogenannten ‚Ariernachweis‘ zu belegen. Er umfasste Heirats-, Geburts- und Sterbeurkunden oder Ahnenpässe, die alle offiziell beglaubigt sein mussten. - [NS-Gesetze zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums](https://kunst-raub-rueckgabe.de/glossar/ns-gesetze-berufsbeamtentum/): Im Deutschen Reich wurde am 7. April 1933 das ‚Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums‘ erlassen. Es zielte darauf ab, den öffentlichen Dienst unter die Kontrolle der Nationalsozialisten zu bringen und missliebige und andersdenkende Mitarbeitende zu entlassen. Der sogenannte Arierparagraph (§ 3) verbot die Beschäftigung von Jüdinnen und Juden beim Staat. - [Anschluss Österreichs](https://kunst-raub-rueckgabe.de/glossar/anschluss-oesterreichs/): Am 12. März 1938 marschierte die deutsche Wehrmacht in Österreich ein. Noch in der Nacht wurde eine nationalsozialistische Regierung eingesetzt, die am 13. März 1938 den ‚Anschluss‘ Österreichs an das Deutsche Reich beschloss. - [Nürnberger Gesetze](https://kunst-raub-rueckgabe.de/glossar/nuernberger-gesetze/): Die Nürnberger Rassengesetze wurden am 15. September 1935 auf dem Reichsparteitag der NSDAP in Nürnberg beschlossen. Ziel war es, diejenigen Menschen auszugrenzen, die nach der Vorstellung der Nationalsozialisten nicht zur ‚Volksgemeinschaft‘ gehörten, um eine homogene, ‚reinrassige‘ Gesellschaft zu schaffen. Unter anderem wurden Eheschließungen und außerehelicher Geschlechtsverkehr zwischen als jüdisch beziehungsweise nicht jüdisch definierten Menschen verboten. Durch diese Gesetze gaben die Nationalsozialisten ihrer antisemitischen und rassistischen Ideologie eine juristisch verbindliche Grundlage, ein Bruch mit den Prinzipien der Rechtsgleichheit. - [Hermann Göring](https://kunst-raub-rueckgabe.de/glossar/goering/): Hermann Göring (1893–1946) war einer der mächtigsten Politiker im Nationalsozialismus. Er trat bereits 1922 in die NSDAP ein. Im Jahr 1933 ernannte ihn Hitler zum Ministerpräsidenten Preußens, 1935 erhielt er den Oberbefehl über die deutsche Luftwaffe und war ab 1936 für den Vierjahresplan der deutschen Wirtschaft verantwortlich. Im Juli 1941 erteilte Göring den Auftrag zur Vorbereitung der ‚Endlösung der Judenfrage‘. - [Mischling](https://kunst-raub-rueckgabe.de/glossar/mischling/): Mit den Nürnberger Rassengesetzen wurden die rechtlichen Kategorien der ‚Mischlinge‘ definiert. Wer einen jüdischen Großelternteil hatte, galt als ‚Mischling 2. Grades‘ und war von Diskriminierungen zunächst ausgenommen. Wer zwei jüdische Großelternteile hatte, galt als ‚Mischling 1. Grades‘ und war massivem Verfolgungsdruck ausgesetzt. Ende 1943 beschloss das NS-Regime, männliche ‚Mischlinge 1. Grades‘ zur Zwangsarbeit in der Organisation Todt einzusetzen. Wer drei jüdische Großelternteile hatte, galt als ‚Volljude‘. - [Judenvermögensabgabe](https://kunst-raub-rueckgabe.de/glossar/judenvermoegensabgabe/): Seit dem 12. November 1938 mussten jüdische Menschen eine Zwangsabgabe leisten. Es hatte schon längere Zeit Pläne für Sondersteuern gegeben, die ausschließlich Jüdinnen und Juden entrichten sollten. Als im November 1938 ein Attentat auf den deutschen Botschaftsangestellten Ernst vom Rath in Paris verübt wurde, nutzten die Nationalsozialisten die günstige politische Gelegenheit und führten ein sogenanntes Sühnegeld für die jüdische Bevölkerung ein. Das Attentat diente als willkommener Vorwand, um den akuten Finanzbedarf des Reiches zu decken. Jüdinnen und Juden mussten erst ein Fünftel, später ein Viertel ihres Vermögens an das Reich abführen. - [Machtübernahme](https://kunst-raub-rueckgabe.de/glossar/machtuebernahme/): Am 30. Januar 1933 wurde Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt. Damit begann die nationalsozialistische Diktatur. Häufig wird der Begriff ‚Machtübernahme‘ mit diesem Datum in Verbindung gebracht. Die Machtübernahme war aber ein längerer Prozess und es dauerte noch mehrere Monate, bis der Führerstaat fest etabliert war. - [Privilegierte Mischehe](https://kunst-raub-rueckgabe.de/glossar/privilegierte-mischehe/): Verbindungen zwischen jüdischen und nicht-jüdischen Partner:innen bedeuteten in der Rassenideologie der Nationalsozialisten einen Störfaktor. Durch Verfolgungsmaßnahmen versuchte die NS-Regierung, ‚gemischte‘ Ehen aufzulösen. Die Ausgrenzung verlief phasenweise mit starken regionalen Unterschieden. Ab 1939 wurden jedoch die jüdischen Ehepartner:innen, sofern sie ihre Kinder nicht-jüdisch erzogen, von einigen Diskriminierungen ausgenommen (z.B. der Unterbringung in ‚Judenhäusern‘ und dem Tragen eines ‚Judensterns‘), da ein zu radikales Vorgehen in Kriegszeiten Unruhe an der ‚Heimatfront‘ verursacht hätte. Die Nationalsozialisten bezeichneten solche ‚Mischehen‘ als ‚privilegiert‘. Mit der zunehmenden Radikalisierung zum Kriegsende wurde der Schutz durch die ‚Mischehe‘ immer fragiler, da die NS-Führung die Verfolgung nun auch auf die jüdischen Ehepartner:innen ausdehnte und ihre Deportation anordnete. - [Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg](https://kunst-raub-rueckgabe.de/glossar/einsatzstab-reichsleiter-rosenberg/): Der Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg (kurz ERR) war eine von mehreren Organisationen, die am nationalsozialistischen Kunstraub im In- und Ausland beteiligt waren. Er war benannt nach seinem Leiter, dem NS-Politiker Alfred Rosenberg (1893–1946). Der ERR beschlagnahmte Kunstwerke und andere Kulturgüter aus jüdischem Besitz. Diese wurden verkauft oder in deutsche Museen verbracht, gelangten aber auch in den Privatbesitz von NS-Politikern, etwa in Hitlers ‚Sonderauftrag Linz‘ oder in die persönliche Sammlung Hermann Görings. Der ERR war unter anderem in Amsterdam, Brüssel, Paris, Riga und Moskau aktiv. - [Arisierung](https://kunst-raub-rueckgabe.de/glossar/arisierung/): Als ‚Arisierung‘ bezeichnete das NS-Regime den erzwungenen Übergang von jüdischen Geschäften und Firmen in nicht-jüdischen Besitz, meist zu Bruchteilen ihres Wertes. Dadurch wurden Jüdinnen und Juden aus dem Wirtschaftsleben verdrängt und ihrer Existenz beraubt. - [Washingtoner Prinzipien](https://kunst-raub-rueckgabe.de/glossar/washingtoner-prinzipien/): Die ‚Washingtoner Prinzipien‘ wurden 1998 auf einer internationalen Konferenz verabschiedet. Damit verpflichteten sich 43 Staaten und 13 nichtstaatliche Organisationen, Kulturgüter, die im Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus beschlagnahmt, geraubt oder unter Druck verkauft wurden, zu identifizieren und gerechte und faire Lösungen mit den Erb:innen zu finden.