Reichstagsbrand
Am Abend des 27. Februar 1933 zerstörte ein Feuer große Teile des Reichstagsgebäudes in Berlin. Der Brandstifter, ein bekennender Kommunist, wurde noch am Tatort festgenommen. Obwohl er sich als allein verantwortlich für den Brand bezeichnete, sprach die NS-Führung umgehend von einer größeren kommunistischen Verschwörung und einem Aufstandsversuch.
Adolf Hitler war knapp einen Monat zuvor, am 30. Januar 1933, zum Reichskanzler ernannt worden. Nun nutzte er den Reichstagsbrand, um schon am folgenden Tag mit einer Notverordnung Grundrechte der Verfassung außer Kraft zu setzen und die nationalsozialistische Diktatur zu stärken. Politische Gegner konnten fortan ohne Beweise und Gerichtsprozesse verfolgt und ausgeschaltet werden. Die politische Linke erklärte deshalb, dass die Nazis selbst den Reichstag in Brand gesetzt hätten.
Beide Behauptungen sind bis heute ungeklärt.