Ab ins Museum

Illustration Bildung und Vermittlung

Die Nationalsozialisten und Nationalsozialistinnen beraubten Millionen von Menschen. Zu den Opfern zählten insbesondere Juden:Jüdinnen, aber auch andere Bevölkerungsgruppen, die aus ideologischen Gründen verfolgt und entrechtet wurden. Der NS-Kunstraub, von dem auch Museen und Bibliotheken profitierten, ist nur ein Bruchteil hiervon. Staat, Institutionen und Privatleute bereicherten sich an dem Eigentum der Verfolgten. Die Aufarbeitung dieser Verbrechen ist noch immer nicht abgeschlossen. Die Namen und Geschichten der Betroffenen sind heute oft in Vergessenheit geraten.
Öffentliche Kultureinrichtungen, wie beispielsweise Museen, in Deutschland sind nicht nur moralisch verpflichtet, sondern haben auch die Verantwortung, in ihren Sammlungen nach verfolgungsbedingt entzogenem Kunst- und Kulturgut zu suchen. Dafür wird Provenienzforschung betrieben, also die Herkunft von Objekten erforscht. Für Werke, die aufgrund der Verfolgung ihrer Eigentümer:innen in der Sammlung sind, werden gerechte und faire Lösungen mit den Erben:Erbinnen gesucht.

D​​as Projekt „Kunst, Raub und Rückgabe –
Vergessene Lebensgeschichten“ erinnert an die verfolgten Menschen. Ihre Geschichten werden bis in die Gegenwart weitererzählt, indem wir Restitutionsfälle und die Stimmen von Nachkommen einbeziehen.
Auf dieser Basis arbeiten wir nun verstärkt mit jungen Menschen im Museum. Wir entwickeln und erproben verschiedene Angebote, in denen wir uns mit den persönlichen Geschichten von Verfolgten, inbesondere Juden:Jüdinnen, auseinandersetzten.
Es geht um Themen wie Verfolgung, Flucht, Verlust, Identität oder Gerechtigkeit. Wir begegnen Nachkommen, arbeiten kreativ, tauschen uns aus und denken über die Bedeutung des aktiven Erinnerns nach.
Wenn ihr Interesse habt mitzumachen, dann schaut hier nach Angeboten in Berlin, Dresden oder anderen Orten in Sachsen, die von Lehrkräften oder anderen Personen gebucht werden können.

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